Postkarte
Beschreibung
Postkarte, Lithographie, schwarz-weiss. Serie, betitelt: " Die Heldinnen des Schweizerlandes / Nach alten Originalbildern ". Nach einer colorierten Lithographie von Steffan auf Stein um 1840. Dargestellt: " Gertrud von Wart " unter dem Rad stehend, Gemahlin von Rudolf von Wart, Gertrud von Wart, die einzige Tochter Rudolfs III. von Balm und der Judenta von Kempten, entstammte dem Geschlecht der Freiherren von Balm. Da ihr Vater 1286 starb und ihre Heirat 1299 erfolgte, kann ihr Geburtsjahr um 1285 angesetzt werden. Gertrud von Wart hatte mit Rudolf von Wart sieben überlebende Kinder.[1] Am 1. Mai 1308 gab Rudolf als Freund und Mitverschworener von Johann von Schwaben mit den Worten "wie lange werden wir das Aas noch reiten lassen" das Signal zur Ermordung von König Albrecht I. bei Brugg.[2] Rudolf von Balm durchbohrte den König mit dem Schwert. Rudolf von Wart gelang es noch vor der Flucht seine Hauptburg durch Verkauf an einen Vetter vor der Zerstörung zu retten. Auf der Flucht nach Frankreich wurde er an der Doubs in der damals noch zum Reich gehörenden Pfalzgrafschaft Burgund nach Johannes von Müller vom Vetter seiner Frau, Diebold von Blamont, festgesetzt und an Herzog Leopold und Agnes von Ungarn verschachert.[3] Rudolf von Balm wurde an einem Pferdeschwanz gebunden zum Gericht geschleift. Einer Legende nach erflehte Gertrud von Balm vergebens das Leben des Gatten von der Tochter Albrechts Agnes von Ungarn. Nach dem Chronisten Matthias von Neuenburg wurde Rudolf von Wart am Ort des Anschlags in Königsfelden bei Brugg nach dem 18. September 1309 gerädert. Nach der Stumpfchronik fand die Hinrichtung bei Winterthur statt.[4] Gertrud von Wart soll während des drei Tage dauernden qualvollen Sterbens ohne Nahrung betend unter dem Rad ausgeharrt haben.[5] Nach der Hinrichtung des Gatten ging sie zu Fuss nach Basel und trat sie in ein Reuerinnenkloster ein, wo sie 1322 verstarb.
Datierung
2. Hälfte 19. Jahrhundert
Material / Technik
Lithographie
Maße
Höhe x Breite : 14.0 x 9.0 cm
Klassifikation
Künstler*innen
Hersteller/in: Nicht identifiziert, Entwurf
Hersteller/in: Diggelmann, H., Verleger
Inventarnummern
2017.0252
Inschrift
Signatur: Postkartenverlag H. Diggelmann Zürich. No 63
Beschriftung: " Die Heldinnen des Schweizerlandes / Nach alten Originalbildern ". " Gertrud von Wart "
