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Tapisserie, Wandteppich mit Grederwappen

Beschreibung
Tapisserie mit Grederwappen. Die Tapisserie gehört zu einer Serie, die mutmasslich für Wolfgang II Greder (* 18. Dezember 1632 - † 22. September 1691) hergestellt wurden. Es handelte sich um ein Ensemble von mindestens vier Tapisserien. Ein identisches Exemplar befindet sich heute in der Sammlung des Nationalmuseums, ein weiteres in Solothurner Privatbesitz und ein etwas grösseres Exemplar mit Helmzier auf Schloss Wartenfels bei Lostorf. Dunkelrotes Gewebe mit Wappen der Familie Greder von Wartenfels in der Mitte. Breiter Ornamentrand. Über dem Wappen eine Krone, rechts und links davon je ein Schwan, dem Wappen abgewandt. Wappen und Schwäne von gestickter, weisser Borte eingefasst. Muster in Wollstich-Flachstickerei. Ornamentrand in weiss-grün. Wappen aus blauem und weissem Wolltuch appliziert, Füsse, Lilien und Blüten gestickt. Ganzer Teppich mit breiter, grüner, nicht orginaler, Wollborte eingefasst. Rückseitig Leinenfutter. Die Tapisserie ist mit einem vermutlich originalen Wollstreifen eingefasst. Die Dekorteile im Zentrum sind u.a. appliziert. Leinenfutter. Der Wollstoff und das Futter sind mit rautenförmigen Vorstichlinien miteinander verbunden. Diese originalen Vorstichlinien sollten nicht aufgetrennt werden, deshalb muss die Tapisserie mit dem Futter gereinigt werden. Die Tapisserie wurde 2017 bei deWit in Mechelen gereinigt und von Kathrin Kocher in Solothurn restauriert. Seit dem 25. August 2017 ist sie im Speisesaal des Blumensteins montiert, wo sie bereits Mitte der 1950er Jahre hing. Die Tapisserie liegt auf einer schräg geneigten Trägerplatte auf, die dafür sorgt, dass das Gewebe der Tapisserie keinen Schaden nimmt.
Datierung
1688
Material / Technik
Wolle, gewebt und gewalkt. Bestickt mit Wollstickerei (Plattstich) und angelegten Kordeln.
Maße
Höhe x Breite : 2.3 x 2.3 m
Künstler*innen
Inventarnummern
1949.0018