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Standesscheibe Luzern
Beschreibung
Standesscheibe Luzern, fragmentarisch. Glasgemälde. Inschrift: keine. Schwarz- und Rotlot, Silbergelb, blaues und violettes Email auf Blank- und Farbglas. Wappenpyramide zwischen Bannerherr und Speerträger, vor einem Federdamast. Reiche Hintergrundarchitektur mit grosser Mittelkartusche. Oberbild rechts: Hl. Leodegar mit Bohrer. Eine Verneuerung der Rathausscheiben durch Wolfgang Bieler im Jahre 1625 ist belegt (Seckelmeister)
Künstler: unbekannt
Als Standesscheiben werden Darstellungen der Wappen der Schweizer Kantone (Stände) als Glasmalerei bezeichnet (Wappenscheiben).
Die Tradition der Standesscheiben beginnt um 1485, als Ausdruck des gestiegenen Selbstbewusstseins der Stände der Alten Eidgenossenschaft nach den Burgunderkriegen. Ein vollständiger Satz von Standesscheiben wurde 1501 für den Sitzungssaal der Schweizer Tagsatzung in Baden hergestellt. Standesscheiben blieben weit verbreitet in der Frühen Neuzeit (Dreizehnörtige Eidgenossenschaft) und teilweise auch in der modernen Schweiz. In der Bundeshauskuppel wurden 1902 die 22 Kantonswappen als Glasmalerei angebracht (ausgeführt von Johann Albert Lüthi).
Datierung
1578
Material / Technik
Schwarzlot, Silbergelb, blaues und violettes Email auf Blank- und Farbglas
Maße
Höhe x Breite : 60.5 x 53.5 cm
Klassifikation
Künstler*innen
Inventarnummern
1990.0097



