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Standesscheibe Solothurn
Beschreibung
Standesscheibe Solothurn. Glasgemälde. Inschrift:" die Statt Solothurn / A(nno) 1658 ". Schwarz- und Rotlot, Silbergelb, blaues, grünes und violettes Email auf Blank- und Farbglas. Ritzmarken auf allen Scherben, rückseitig. Wappenpyramide zwischen zwei Löwen mit Reichsinsignien. Oberbild: Hl. Bertha mit Kirchenmodell, St. Urs und Viktor. Unten eine Inschriftkartusche, beseitet von zwei allegorischen Figuren (Krieg unbd Frieden?). Schlichte Architekturgliederung.
Künstler: wohl Wolfgang Spengler
Als Standesscheiben werden Darstellungen der Wappen der Schweizer Kantone (Stände) als Glasmalerei bezeichnet (Wappenscheiben).
Die Tradition der Standesscheiben beginnt um 1485, als Ausdruck des gestiegenen Selbstbewusstseins der Stände der Alten Eidgenossenschaft nach den Burgunderkriegen. Ein vollständiger Satz von Standesscheiben wurde 1501 für den Sitzungssaal der Schweizer Tagsatzung in Baden hergestellt. Standesscheiben blieben weit verbreitet in der Frühen Neuzeit (Dreizehnörtige Eidgenossenschaft) und teilweise auch in der modernen Schweiz. In der Bundeshauskuppel wurden 1902 die 22 Kantonswappen als Glasmalerei angebracht (ausgeführt von Johann Albert Lüthi).
Datierung
1658
Material / Technik
Schwarz- und Rotlot, Silbergelb, blaues, grünes und violettes Email auf Blank- und Farbglas.
Maße
Höhe x Breite : 34.0 x 23.0 cm
Klassifikation
Künstler*innen
Inventarnummern
1990.0099
Inschrift
Signatur: Ritzmarken auf allen Scherben, rückseitig.
Beschriftung: Inschrift:" die Statt Solothurn / A(nno) 1658 ".



