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Altarbild: König Ludwig der Heilige

Beschreibung
Altarbild: "König Ludwig der Heilige (Saint-Louis) verehrt die Marterwerkzeuge Christi"- "Saint-Louis se prosternant devant la Couronne d'épines". Der König in reicher Bekleidung, am Boden knieend in betender Stellung vor Kruzifix und Dornenkrone. Im oberen Bildteil: Drei Engel unter einem Vorhang. Öl auf Leinwand. Vergoldeter, geschnitzter Rahmen. Kopie eines Gemäldes von LeBrun ein einer Kapelle zu Villeneuve-le-Roy. Andere Quellen schreiben das Original Eustache le Sueur zu. Hinten unten links, aufgeklebter Zettel, handschriftlich: "Heliger Ludwig der IX König von Frankreich, soll nach meinem Tode nach Schloss Blumenstein (jetzt Museum der Stadt Solothurn) zurückgebracht werden, wo er herkam. Denn sein jüngster Sohn Robert Graf von Clemont ist der Ahnherr der von Glutz-Ruchty, de Wallier, d'Estavayer, de Luxembourg, de Savoie, de Lusignan, de Bourbon. Der hl. Ludwig war nur vorübergehend im Schloss Heydegg Gelfingen, weil ich dort wohne. Mathilde von Glutz-Ruchty geb. von Pfyffer Heydegg Schloss Heydegg den 29.September 1952 Von dieser Notiz habe ich ein Duplikat gemacht." Das Altarbild gehört in der Hauskapelle des Blumensteins, die von Edmund Glutz-Ruchti um 1870 erneuert wurde. Am 16. April 1873 stellte der Basler Bischof Eugène Lachat die Erlaubnis aus, die "recens ac dignitus" erneuerte Hauskapelle des Blumensteins weiterhin für Gottesdienste benutzen zu dürfen (Akten zur Kapelle vorhanden). Mathilde von Glutz-Ruchty, geborene Pfyffer von Heidegg, nimmt das Altarbild vor dem sich offenbar abzeichnenden Privatkonkurs ihres Ehemannes Josef Mitte der 1920er Jahre ins Schloss Heidegg mit, wohin sie sich zurückzieht. Nach dem Tod von Mathilde am 17. Juni 1953 gelangt das Bild am 8. Juni 1955 zurück ins Blumenstein, wo es wieder in der Hauskapelle aufgehängt wird. Am 11. März 1960 zieht Lucie Hirt-Baumgartner (wohl auf Wunsch ihrer Tochter Lucie) alle Deposita der Familie Hirt im Blumenstein zurück. Darunter fällt die ganze Ausstattung der Hauskapelle mit Ausnahme des Altarbildes. 1968 wird die Kapelle mit verschiedenen Gegenständen aus der Sammlung wieder hergerichtet. 1998 wird die Kapelle dann vollständig ausgeräumt und als Ausstellungsraum in die damals konzipierte Dauerausstellung zur Stadtgeschichte integriert. Das Altarbild wird eingelagert. Im Zuge der energietechnischen Sanierung des Erkers der Kapelle (wir hatten Kondenstionsprobleme), kehrte Anfang 2014 die originale Ausstattung der Hauskapelle von der Stiftung Neu-Bechburg als Dauerleihgabe ins Blumenstein zurück. Dorthin wurde sie von Lucie Hüsler, der Tochter von Lucie Hirt-Baumgartner, als Legat vergeben. Am 28. Oktober 2014 konnte die vollständig rekonstruierte Hauskapelle mit dem Altarbild von Saint-Louis für das Publikum eröffnet werden.
Datierung
18. Jahrhundert
Material / Technik
Öl auf Leinwand, Holz vergoldet
Maße
Höhe x Breite : 160.0 x 120.0 cm
Künstler*innen
Inventarnummern
1955.0112
Inschrift
Beschriftung: Heliger Ludwig der IX König von Frankreich, soll nach meinem Tode nach Schloss Blumenstein (jetzt Museum der Stadt Solothurn) zurückgebracht werden, wo er herkam. Denn sein jüngster Sohn Robert Graf von Clemont ist der Ahnherr der von Glutz-Ruchty, de Wallier, d'Estavayer, de Luxembourg, de Savoie, de Lusignan, de Bourbon. Der hl. Ludwig war nur vorübergehend im Schloss Heydegg Gelfingen, weil ich dort wohne. Mathilde von Glutz-Ruchty geb. von Pfyffer Heydegg Schloss Heydegg den 29.September 1952 Von dieser Notiz habe ich ein Duplikat gemacht.