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Orgel-Modell für die Hauptorgel von St. Ursen (1896-1942)

Beschreibung
Orgel- Modelle, Traktursystem der grossen Domorgel von Theodor Kuhn, Orgelbauer in Männedorf, zeigt die pneumatische Traktur der früheren grossen Orgel der St. Ursenkirche. a) Windlade, in zwei Manuale geteilt. Ausführung nach Pat. 15924. Das eine Modell (1903.0056.a) ist auf einer etwas sorgfältigeren Art gebaut; die Pfeifen sind lackiert und können dank einer speziellen Vorrichtung im Unterbau versorgt werden, ebenso wie der Griff des Schöpfbalgs. Dieses Modell ist das ältere und ist nach dem gleichen System gebaut wie die 1896 von der Orgelbau Firma Kuhn aus Männedorf erbaute Hauptorgel (pneumatische Traktur mit Membranladen nach den Patenten Nr. 7014 und Nr. 7075; die Orgel hatte 45 Register, 4 Manuale - davon ein Fernwerk in der Kuppel - und Pedal). Das Modell ist wohl im Vorfeld des Orgelneubaus entstanden, um die Vorzüge des damals hochmodernen Systems von Kuhn zu demonstrieren. Zwischen 1889 und 1896 arbeitete eine vom Domorganisten Karl Arnold Walther geleitete Orgelbaukommission am Orgel-Neubauprojekt und musste sich zwischen den Orgelbauern Goll (Luzern) und Kuhn entscheiden. In erster Linie wurde diskutiert, welches technische System das bessere sei: Röhrenpneumatik mit Kegelladen von Goll oder Röhrenpneumatik mit Membranladen von Kuhn. Die Wahl für Kuhn fiel unter anderem, weil sein System als weniger störungsanfällig eingeschätzt wurde. Das ganze Wahlverfahren ist in einer 1897 herausgegebene Schrift von Walther dokumentiert: „Die neue Orgel in der Kathedrale zu St. Urs“. Darin spricht Walther über „Modelle“ die zur „Erklärung der beiden pneumatischen Systeme“ eingesetzt wurden. Das erste Modell ist also das entsprechende Modell von Kuhn. Die Orgel bestand in dieser Ausführung auf Westempore von 1896-1942. Im Frühjahr 2023 wurden die nach mehr als ein Jahrhundert undicht gewordenen Modelle vom Orgelbauer Peter Meier aus Rheinfelden restauriert und sind seitdem hier im Raum hinter der Chororgel der Kathedrale ausgestellt. Somit können sie u.a. bei Orgelführungen in der Kathedrale bewundert werden. Eingangsbuch II, S. 41: Orgelmodell, System der neuen grossen Orgel in der St. Ursenkirche, hergestellt aus Holz, Pappdeckel, Leder & mit eisernen Schrauben zusammengfügt, dazu gehört ein Schlüssel zwei grössere & 2 kleinere Orgelpfeiffen aus Holz L. 44cm 7mm H. 31 1/2cm ohne die Pfeiffen Br. 63 1/2cm L d. 2 gr. Pfeifen 35cm, die 2 kl. Pfeiffen 6cm 1mm & 5 1/2cm & 31 1/2cm 1mm
Datierung
1896
Material / Technik
Holz
Maße
Höhe x Breite x Tiefe : 66.0 x 47.0 x 63.0 cm Patent 15924
Künstler*innen
Hersteller/in: Theodor Kuhn, Orgelbauer
Inventarnummern
1903.0056.a