Skip to main content

Standuhr mit Sekundenpendel

Beschreibung
Standuhr mit Sekundenpendel, französische Provenienz, um 1785. Emailzifferblatt auf Kupferplatte mit römischen Stunden- und arabischen Minutenindizien. Zeiger aus gebläutem Stahl. Stunden- und Minutenzeiger mit applizierten Sonnen mit Gesicht aus Messing, Symbol der französischen Könige. Weist klar auf eine Herstellung vor 1789/1792 hin. Typisch französisches Werk mit 3/4-Stunden-Schlag mit Repetition via Schnurzug. Sekundenpendel aus Stahl, Linse aus Messinglegierung mit Feingewinde für die Regulierung. Gehäuse aus Nussbaum mit Sichtfenster für Pendel, darüber Schutzhaube mit in Messing gefasster Sichtscheibe für das Zifferblatt. Die Haube ist als Ganzes abnehmbar durch hochziehen des vergoldeten Knaufs ganz oben. Die Uhr wurde 1876, 1909, 1922 und 1982 gereinigt. 2020 haben wir auf eine Revision des Werks verzichtet, da ein regelmässiges Aufziehen am neuen Standort im Alten Spital nicht möglich ist. Zitat Sr. Adelheid: Zieht man an einer kleinen Schnur, so schlägt sie die Stunde, Halb- und Viertelstunde. Die Schläge haben sich wiederholt. Diese Vorrichtung diente, um in der Nacht die Zeit zu erfahren. Damals gab es noch kein elektrisches Licht. Die Uhr ist 1930 bei der Neuaufstellung der Apotheke im Spitalneubau Schöngrün zum Enseble gestossen, was die Fotos der Apotheke von König (um 1925) belegen. Ihr vorheriger Aufstellungsort im Alten Spital ist bisher nicht bekannt. Eine zweite, etwas grössere Standuhr im Besitz der Spitalschwesterngemeinschaft, ebenfalls französisches Provenienz um 1785 aber ohne Schlagwerk, stand nachweislich ursprünglich im Gang des Schwesternhauses im Alten Spital (heute Hotel an der Aare).
Datierung
um 1785
Material / Technik
Stahl, Messing, Nussbaumholz
Inventarnummern
2020.0701
Inschrift
Beschriftung: [linke Seite:] putzt den 13/11 76 [rechte Seite:] 120 O. Hugi 1982 auspuzt [...] 24 März 1922. Auspuzt im April 1909. puzt im April 1893