1 von 5
Ofenkachel mit Wengi-Szene nach Martin Disteli
Beschreibung
Füllkachel mit Relief der Darstellung der Szene mit Niklaus von Wengi vor der Kanone. Vorlage dazu ist eine Zeichnung Martin Disteli aus dem Jahr 1829. Beige glasierte Füllkachel mit beigem Scherben.
Die Kachel wurde im Jahr 1913 in einem Anstellofen im Haus Hammerstrasse 47 / 49 in Basel verbaut. Bauherr war S. Billich, Architekt D. Kessler. Ofenlieferant war wahrscheinlich Löw & Lüdin (Einschätzung von Architekt Fritz Kettner).
Der Ofen wurde bei einem Umbau der Erbengemeinschaft Sollberger / Polloni beim Einbau einer Zentralheizung im Haus Hammerstrasse 47 / 49 im Jahr 1976 zerstört. Der ausführende Architekt Fritz Kettner nahm diese einzelne Kachel zu sich, weil sie ihn reute. Er bewahre die Kachel zuhause als Dekoration, konntedie dargestellte Szene aber vorerst nicht einordnen. Erst anlässlich einer Stadtführung in Solothurn erkannte Fritz Kettner, was die Kachel darstellt. Aufgrund des Solothurner Bezugs hat Fritz Kettner die Kachel dann dem Museum Blumenstein als Schenkung angeboten.
Offen bleibt vorerst die Frage, weshalb Herr S. Billich 1913 sich eine Kachel mit Wengi- bzw. Solothurn-Bezug in sein Haus in Basel einbauen liess.
Datierung
1913
Material / Technik
Keramik, glasiert
Maße
Höhe x Breite x Tiefe : 25.0 x 28.5 x 4.6 cm
Klassifikation
Künstler*innen
Hersteller/in: Martin Disteli (1802 - 1844), Entwurf
dargestellte Person: Niklaus von Wengi (1485 - 1549)
Inventarnummern
2020.0762
Inschrift
Beschriftung: Ursus, / ora [pro nobis]









