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Kachelofen der Hafnerei Wysswald

Beschreibung
Kachelofen aus Kacheln, die blau auf weissem Grund dekorativ bemalt und glasiert sind. Die zentrale Füllkachel enthält das Familienwappen der Glutz. Aufbau des Ofens in der des 19. Jahrhunderts, wahrscheinlich Teil eines einst grösseren Ofens. Der Ofen wurde von Markus Hochstrasser eindeutig dem Solothurner Hafnermeister Urs Johann Wysswald (1680-1753) in Solothurn zugeschrieben. Ein konkretes Vergleichsbeispiel ist der von Urs Johann Wysswald signierte und mit 1741 datierte Kachelofen im steinernen Saal des Rathauses in Solothurn. Der Ofen stammt ursprünglich aus dem "Glutzenhof" in Rüttenen SO. Später wurde er im zweiten Obergeschoss des "Tugginer-Hauses" Gurzelngasse 20 aufgebaut. Rudolf Aebersold aus Grenchen erinnerte sich Anfang 2016, dass er in den frühen 1960er Jahren den Ofen in der Stube der Wohnung seiner Gotte Marie-Louise Johner-Bucher gesehen hat. Frau Johner war die ältere Schwester von Rudolf Aebersolds Mutter Dinayse Aebersold-Bucher. Er schrieb: "Ich sehe heute noch meinen Cousin Urs Johner jeweils im Winter sich an den besagten Kachelofen lehnen. Und der Ofen hatte eine kleine Oeffnung, die man mit einem Türchen verschliessen konnte. Und in dieser Oeffnung hat mein Cousin seine Aepfel gewärmt und anschliessend mit einer Flasche Bier aus dem Restaurant "Metzgerhalle", vis-à-vis, verzehrt." 1972 wurde der Ofen in der Gurzelngasse 20 demontiert und 1973 im Foyer des Blumensteins wieder aufgebaut (vgl. Kachelofen 1972.6). Im Zuge der Umgestaltung des Foyers des Blumensteins wurde der Ofen 1997 abgebaut und eingelagert. Hochstrasser, Markus 1995: Die Wysswald-Hafnereien in Solothurn. Jurablätter, 57. Jahrgang, Heft 3, März 1995. Abbildung auf Seite 43.
Datierung
um 1740
Material / Technik
Keramik
Maße
Höhe x Breite x Tiefe : 200.0 x 120.0 x 60.0 cm
Inventarnummern
1972.0007