Régence-Hostienmonstranz
Beschreibung
Régence-Hostienmonstranz. Eher einfache und zurückhaltende, aber subtil gestaltete Arbeit. Ziemlich stark restauriert und teilweise umgestaltet: der Fussrand ist neu, der ganze Schaft scheint verändert, ebenso das bekrönende Strahlenkreuz (evtl. restaurative Zutaten von anderen älteren Stücken). Querovaler verschliffener Vierpass über erneuertem Rand und glatter Zarge; stark gewölbte Form mit gepunzter Oberfläche und flachgetriebenen Akanthus- und Bandelwerk. Beidseits aufgeschraubte vollplastische Puttenköpfe. Aus dem kranzartigen Trompenring wächst der Schaft mit Urnenknauf (stilistisch noch ins 17. Jh. zu datieren) und glatter Zangenhalterung der Scheibe. Der Oberteil baut sich um das herzförmige Hostienostensorium mit rahmendem, buntem Glasfluss- Besatz. Die ovale Scheibe ist zweischichtig aufgebaut. Vor der vergoldeten Strahlenscheibe entfaltet sich ein reich durchbrochener ziselierter Akanthus- und Bandelwerk- Kranz. Vergoldete Gussappliken bilden die Akzente: am Fuss- und Scheitelpunkt Pelikan und Heilig- Geist- Taube, auf dem Vierpass oberhalb des Ostensoriums der Torso von Gott Vater, beidseits der Öffnung zwei Puttenpaare mit den Leidenswerkzeugen in den Händen. Lunula (wieder mit Pelikan) (Lunula gemäss alter Inv. Karte und Photo noch vorhanden) und Kreuzchen scheinen später hinzugekommen. Die Rückseite der Scheibe ist ungestaltet. Zweiteiliges Lederfutteral mit Scharnier, gefüttert mit rotem Samt.
Datierung
um 1715- 1725
Material / Technik
Silber, ziervergoldet, getrieben, gegossen, ziseliert
Maße
Höhe x Breite x Tiefe : 69.0 x 30.0 x 21.0 cm
Klassifikation
Künstler*innen
Inventarnummern
2003.0085
