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Leuchterweibchen der Zunft zu Pfistern
Beschreibung
Leuchterweibchen oder Zunftmätz der Zunft zu Pfistern in Solothurn, aus Holz geschnitzt, polychrom gefasst und vergoldet; mit Hirschgeweih. Unten Wappen der Zunft zu Pfistern als Relief gestaltet. Das Wappen ist geteilt: Roter Hirsch mit goldener Backschaufel auf silbernem Grund und goldenes Mühlrad auf rotem Grund. Elektrifiziert, 1995 aber wieder entfernt. 4-flammig.
Eventuell beziehen sich folgende Archivalien auf dieses Objekt:
Der Maler Paul Löwensprung (nachweisbar in Solothurn 1480-1492) erhält 1486 für die Polychromierung des Lüsterweibchens im Solothurner Rathaus
Lohn: „Item III lb XV ß meister Päle, dem maler, von dem brustbild ze malen am hirtzenhorn in der ratstuben und von den IIII schilten ze malen in der ratstuben.“ Rott, Hans: Quellen und Forschungen zur Kunstgeschichte im XV. und XVI. Jahrhundert, III. Der Oberrhein, Quellen II (Schweiz), Stuttgart 1936, S. 161f. Für die Verfertigung dieses Objektes wird 1486 für den in Solothurn tätigen Bildhauer Hans Tussmann (nachweisbar 1453-1489) angegeben: „Item III lb V ß dem bildhower umb dz brustbild zu dem hirtzenhorn in die nuwin ratstuben.“ (Rott, S. 168)
Datierung
16. Jahrhundert, 1501 - 1600
Material / Technik
Holz, geschnitzt, gefasst, vergoldet, Horn
Maße
Höhe x Breite : 45.0 x 72.0 cm
Basis : 110.0 cm Geweih
Klassifikation
Künstler*innen
zugeschrieben: Hans Tussmann (1420 - 1488/89)
Inventarnummern
1990.0443








