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Spielanleitung, Boston
Beschreibung
Spielanleitung: " Jeu de Boston de l'Orient ". Regeln und Punktzahlen in Französisch. Doppelseitig bedruckt auf Karton, eingefasst mit türkisfarbenem Papierstreifen. Oben rosa Stoffaufhänger.
Boston ist ein nach der nordamerikanischen Stadt Boston benanntes historisches Kartenspiel, das im 18. Jahrhundert zur Zeit des amerikanischen Freiheitskampfes erfunden worden sein soll, wahrscheinlich ist das Spiel aber schon etwas älter und französischen Ursprungs. Boston enthält Elemente des Whist, aber auch der Quadrille und war vor allem im 19. Jahrhundert sehr populär.
Die Popularität von Boston war relativ kurzlebig, doch es war sehr einflussreich für die Entwicklung der Kartenspiele als zweites bedeutendes Spiel nach der L’Hombre-Familie, das das Prinzip des Reizens oder Bietens verwendete. Im Gegensatz zu L’Hombre wurde beim Bieten auch das Spielziel verändert (beispielsweise: keinen Stich zu machen), nicht nur die Bedingungen, das Spielziel zu erreichen. Dies hatte insbesondere Einfluss auf Spiele der Tarock-Familie.[1]
Boston wird mit einem Paket Whistkarten (d.h. französischer Spielkarten zu 52 Blatt) unter vier Personen gespielt; eine zweites Paket dient zum Farbe (Couleur) machen. Das aufgedeckte Blatt gibt die beste Farbe an. Ist es z. B. rot, so ist die andere rote Farbe die zweitbeste, und die beiden schwarzen stehen in dritter Reihe. Der Wert der Karten ist der natürliche, und die vier höchsten Blätter werden als Honneurs bezahlt, wie im Whist.
Jeder erhält dreizehn Blätter in zwei oder drei Würfen.
Das Ziel des Spiels ist es, je nach Gebot, so viele Stiche wie möglich zu machen oder gar keine. Die Vorhand hat das Recht, als Erster zu bieten.
Datierung
19. Jahrhundert
Material / Technik
Karton, Papier
Maße
Länge x Breite : 20.4 x 13.0 cm
Klassifikation
Künstler*innen
Inventarnummern
2011.0640



