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Katharina Tanner - von Känel

26.12.1946 - 30.04.2026
Biografie
Katharina «Käthy» Tanner – von Känel Katharina Tanner, geborene von Känel, ist am 26. Dezember 1946 im Spital in Solothurn als zweites von sechs Kinder zur Welt gekommen. Von klein auf wurde sie «Käthy» genannt. Aufgewachsen ist sie mit ihren Eltern und den fünf Geschwistern in Solothurn. 1952 wurde Käthy im Alter von sechs Jahren in Solothurn eingeschult. Bereits in der Schule ging Käthy am liebsten in die Handarbeit. An die Schulreise der sechsten Klasse, konnte sie sich immer gut erinnern. Sie gingen gemeinsam auf die «Rütliwiese». Dort erwachte vielleicht auch ihr erstes Interesse an der Schweizer Geschichte und ihrem Brauchtum. Nach acht Jahren Schulzeit begann 1960 für Käthy ein neuer Lebensabschnitt. Für Mädchen war der Weg damals häufig vorgegeben. Eine Ausbildung wurde nicht als notwendig angesehen, so erging es auch Käthy. Sie hätte sich sehr gerne zur Schneiderin ausbilden lassen. Stattdessen besuchte Käthy nach der Schule ein Haushaltslehrjahr in einer Familie. 1961 begann sie im Alter von 15 Jahren im Verkauf in einer Metzgerei zu arbeiten. Ihren zukünftigen Ehemann, Walter Tanner, lernte sie 1967 kennen. Gemeinsam wurden sie im Elternhaus ihres Ehemannes sesshaft. Nach der Familiengründung, als Ergänzung zum Familienalltag, fand Käthy einen Weg ihre Leidenschaft für das Schneidern auszuleben. Mit viel Freunde und Hingabe nähte sie Kleidungsstücke für ihre beiden Kinder, Susanne und Marianna, und machte so ihren einstigen Berufswunsch zu einem erfüllenden Hobby. Ihre Kreativität und ihre Liebe zur Handarbeit zeigten sich in vielen verschiedenen Arbeiten. Sie nähte Felltiere, fertigte Clown-Puppen und diverse andere Puppen an. Besonders faszinierten sie die traditionellen Trachten. Durch Freunde, die an Trachten interessiert waren, entdeckte Käthy ihre Begeisterung für diese besondere Form des Schweizer Brauchtums. Mit viel Liebe zum Detail und grosser Geduld besuchte sie mehrere Kurse und fertigte eine Vielzahl wunderschöner Trachtenpuppen originalgetreu mit Originalstoffen an. Die Schweizer Kultur und ihre Traditionen begleiteten sie auch in anderen Bereichen ihres Lebens. Bei Auftritten mit der Zither hatte Käthy die Möglichkeit, ihre eigene Solothurner Tracht zu tragen und diese mit Stolz zu präsentieren. Die Handarbeit blieb ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Ob Stricken, Nähen oder andere kreative Tätigkeiten, sie begleiteten Käthy ein Leben lang und bereiteten ihr stets grosse Freude. Auch später blieb ihr Interesse an der Schweizer Kultur erhalten. Gemeinsam mit ihrem Ehemann besuchte sie regelmässig Jodelfeste und pflegte so ihre Verbundenheit mit dem Schweizer Brauchtum. Am 30. April 2026 ist Käthy Tanner verstorben.