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Ölgefäss mit Chrisamöl in einer Holzdose

Description
Runde, gedrechselte Holzdose mit einem Steckdeckel mit einem hölzernen, mit Goldfarbe bemalten Kreuz als Knauf eingesteckt, darin eine Zinndose mit Drehverschluss mit Aussparungen zur einfacheren Handhabung, darin Watte mit Öl beträufelt. Zur Behandlung von Kranken, eingewickelt in ein feines Leinentuch. Heilsam für Leib, Seele und Geist – das Öl für die Kranken. Das Krankenöl, auch Oleum Infirmorum genannt, riecht nach Zimt und wird bei der Krankensalbung verwendet. Die Krankensalbung ist das einzige Sakrament, das man mehrfach empfangen kann. Das Krankenöl soll den Kranken in ihren Leiden Heilung bringen, den Leib stärken und beleben. Die Kirche hat es von Anfang an als eine ihrer Aufgaben gesehen, in der Nachfolge Jesu und seiner Jünger den Kranken die Hände aufzulegen, sie mit Öl zu salben und zu heilen. „Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben." Wie diese Aufforderung aus dem Jakobusbrief (5,14-15) zeigt, spielt beim Sakrament der Krankensalbung neben der natürlichen heilsamen Wirkung des Öls, mit dem Stirn und Hände gesalbt werden, das begleitende Gebet eine entscheidende Rolle. So richtet der Bischof im Weihegebet die Bitte an Gott: „Sende deinen Geist vom Himmel her auf dieses Salböl herab. Als Gabe deiner Schöpfung stärkt und belebt es den Leib. Durch deinen Segen werde das geweihte Öl für alle, die wir damit salben, ein heiliges Zeichen deines Erbarmens, das Krankheit, Schmerz und Bedrängnis vertreibt, heilsam für den Leib, für Seele und Geist."
Dating
1. Hälfte 20. Jahrhundert
Material / Technique
Zinn, Holz, Watte
Dimensions
Höhe x Durchmesser : 18.0 x 6.0 cm
Object-related numbers
2017.0660