Kanontafeln
Description
3 Kanontafeln, farbiger Druck, Lithographie, auf Karton mit Goldakzenten, verschweisst als Schutz. Unten Herstellernachweis: " Benziger 12016 - Impr. Curiae, die 13 II 1940 "
In der Mitte der Altarmensa steht vor dem Tabernakel eine große Tafel. In der Regel trägt sie links den Text des Glorias und rechts den des Credos, mittig die stillen Opferungs- und Kommuniongebete und – besonders hervorgehoben – die Wandlungsworte aus dem Hochgebet. In der außerordentlichen Form steht der Priester beim Gloria und Credo vor der Mitte des Altares. Dabei kann er die Gebete nur schlecht im seitlich auf der Altarmensa liegenden Messbuch ablesen. Beim Vollzug der Wandlung ist er an gleicher Stelle sogar tief über den Altar gebeugt und kann dabei ebenfalls nicht in das seitlich platzierte Messbuch sehen. Die große Kanontafel enthält diese Passagen, sie steht in Blickrichtung vor ihm, und er kann – bei der Wandlung auch in gebeugter Haltung – die Worte leicht von ihr ablesen.
Rechte Tafel
Auf der Epistelseite (rechte Altarseite) befindet sich eine kleinere Tafel mit zwei Texten: dem Gebet zum Lavabo und dem Gebet zur Vermischung des Weins mit dem Wasser. Sie heißt auch Lavabotafel. Da der Priester, am rechten Altarende stehend, zusätzlich diverse Handlungen zu verrichten hat wie Eingießen bzw. Mischen von Wasser und Wein sowie Handwaschung und Abtrocknung, wäre es unpraktisch, dabei gleichzeitig in das Messbuch zu schauen. Auch hierbei hat er deshalb die Tafel direkt vor Augen stehen und kann bei den manuellen Riten davon die Gebete ablesen.
Linke Tafel
Auf der Evangelienseite (linke Altarseite) befindet sich ebenfalls eine kleinere Tafel mit dem Anfang des Johannesevangeliums, das stets nach dem Segen am linken Altarende als Schlussevangelium verlesen wird. Die linke Tafel – auch Evangelientafel genannt – ersetzt hierbei das an anderer Stelle des Altares auf einem Ständer liegende Messbuch, das ansonsten von einem Ministranten herbeigetragen werden müsste.
Als Kanontafel bezeichnet man einen liturgischen Gegenstand in der römisch-katholischen Kirche, der bis zur Liturgiereform von 1968 zur Ausstattung eines Altars zur Feier der heiligen Messe im römischen Ritus gehörte. Die Kanontafeln enthalten in jeder heiligen Messe vom Zelebranten zu singende oder sprechende Texte. In der außerordentlichen Form des römischen Ritus (der sogenannten tridentinischen Messe) sind die Tafeln weiterhin in Gebrauch.
Dating
1940
Material / Technique
Karton, Lithographie
Dimensions
Höhe x Breite : a) und c) 16.0 x 12.0 cm
Höhe x Breite : b) 17.5 x 27.5 cm
Classification
Object-related numbers
2017.0723.a-c
