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Hammer-Flügel

Description
Hammer- Flügel. Mit Etikette auf der linken Seite, bei aufgehobenem Deckel: Matthieu Schautz, Faiseur de Clavecin et de Fortepiano No. 10. 1791 à Augsbourg. Tonumfang: F. f3 (5 Oktaven). Untertasten: schwarzes Ebenholz, Obertasten: Elfenbein. Pedale: 1 Kniedrücker (Verlängerung). Der Schautz- Flügel gelangte am 24. Juni 1903 als Geschenk der Schwester des verstorbenen Pfarrers von Arx von St. Niklaus ins städtische Museum. Nach dem Umzug in den Blumenstein veräusserte ihn der damalige Konservator für Fr. 50.- an einen Antiquar. Dort erkannte ihn der Vater der Pianistin Magdalena Vonlanthen, Theodor Vonlanthen; der verständigte Dr. Hüsler, intervenierte bei der Kommission und konnte den Verkauf rückgängig machen. 1952 machte ein Schreiner den Flügel wenigstens äusserlich "schlossfähig". Matthieu (Matthäus) Schautz, 1755 zu Sontheim an der Brenz (Württemberg) geboren, liess sich 1780 in Augsburg niedxer, wo er 1782 Bürger wurde. Er baute nebst Orgeln und Cembali auch Hammerflügel, letzteres könnte er vom berühmten Johann Andreas Stein gelernt haben, den Mozart so schätzte. Mit der auslösenden Stosszungenmechanik übertraf er aber diesen Meister. Unser 1791 signierter Hammerflügel ist das älteste erhaltene Instrument von Schautz, gefolgt von einem Clavichord (1793) in Nürnberg und einem zweiten Hammerflügel, der aus Mozarts Elternhaus ins Augsburger Museum gelangte. Schautz strab am 2. August 1831 in Augsburg. Eingangsbuch II, S. 52: Ein altes Klavier (Flügel) von Ende d. 18 Jahrh. Wenn der Deckel aufgehoben wird sieht man linker Seite im Klavier eine aufgeklebte Etiquette im Zopfstyl mit der Inschrift: Mathieu Schantz Faiseur de Clavecin et de Fortepiano No 10 1791 à Augsbourg Br, 1m L. 2m 6cm H. 85cm
Dating
1791
Material / Technique
Holz, Metall
Dimensions
Länge x Breite x Höhe : 206.0 x 100.0 x 85.0 cm
Object-related numbers
1903.0142