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Damenfahrrad der Marke Condor
Description
Damenrad der Firma Condor in Courfaivre, Baujahr 1909.
Fritz Pauli (Jahrgang 1874) war Sattler und Tapezierer in Biberist. Er vernahm anno 1909 am Wirtstisch von Ernst Gerber, Installateur, Elektriker und Velohändler in Biberist, dass dieser seiner Frau ein Condor-Damenfahrrad gekauft hätte, aber diese nicht Velo fahren wollte oder konnte. Kurzentschlossen kaufte Fritz Pauli das Velo für sein alleiniges Kind Wilhelmine, genannt Mineli (1899-1971). So kam Wilhelmine Pauli schon als 10-jähriges Kind in den Besitz eines Velos, was damals ganz und gar nicht üblich war. Mit dem Velo war sie allerorts bekannt und wurde in der Schule manchmal auch dafür gehänselt.
Wilhelmine heiratete Hugo Burki und wurde Mutter von fünf Kindern. Die ältesten Kinder, Otto und Urs, unternehmen erste Fahrversuche mit dem Fahrrad, wobei wohl die hölzernen Schutz-"Bleche" in die Brüche gingen. In der Folge wurde das Fahrrad ca. 1937/38 von der Firma Condor revidiert. Dabei wurden neue metallene Radschütze montiert, welche aber auf Wunsch von Wilhelmine Burki-Pauli ausdrücklich in der ursprünglichen Holzfarbe lackiert werden mussten.
Dieses Velo der Marke Condor begleitete sie ihr ganzes Leben bis anno 1971, als sie verstarb.
Beim Räumen des Elternhauses 1985 gelang dann das Fahrrad in den Estrich des Hauses von Tochter Rita Fürholz-Burki, Haselweg 8 in Biberist, wo es seither vor sich hin alterte und Staub ansetzte. Auf Anregung von Schwester Pia Burki, haben Rita Fürholz-Burki und Sohn Peter Fürholz das Velo am 13. November 2020 dem Museum Blumenstein geschenkt.
Dating
1909
Material / Technique
Stahlrahmen gemufft
Classification
Artists
Hersteller/in: Condor-Werke AG
Object-related numbers
2020.0805





















































