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WMF AG

Type
Biography
Im Februar 1944 wurde für das Unternehmen das KZ-Außenlager Geislingen/Steige des KZ Natzweiler-Struthof eingerichtet, als abgetrennter Teil des bereits bestehenden Fremdarbeitslagers für Zwangsarbeit in der Heidenheimer Straße mit einer Fläche von 10.000 Quadratmeter. Die ersten Häftlinge für das KZ-Lager, etwa 700 jüdische Frauen, trafen am 28. Juli ein und mussten ab dem 16. August für WMF Zwangsarbeit verrichten. Mindestens zwölf sind im KZ-Lager aus nicht genau ermittelbaren Gründen verstorben. Kranke, schwerer verletzte oder schwangere Frauen wurden in das KZ Auschwitz transportiert, nach dessen Auflösung auch ins KZ Bergen-Belsen. Im März 1945 bemühten sich Aufsichtsrat und Vorstand der WMF um Auflösung des Lagers, bevor die US-Truppen die Gegend erreichten. Ab Ende dieses Monats arbeiteten die Häftlinge nicht mehr für die WMF; im April 1945 wurden die Insassen Richtung KZ Dachau „evakuiert“. Im März 1944 erweiterte WMF sein Barackenlager an der Heidenheimer Straße ein zweites Mal, um zusätzliche 400 „Ostarbeiter“ unterbringen zu können, im November ein drittes Mal. Hunger und Krankheiten waren die Regel. Die gemeldeten Gräber von 24 Polen und 41 Russen sind unauffindbar.[7]